Tierspuren im Winter

Wieder einmal hatten die Vorschulkinder Besuch vom Haus der Schwarzen Berge und wir machten uns auf den Weg verschiedene Spuren und Tiere zu entdecken.

Aber zuvor musste uns Simone vom Biosphärenteam erst mal zu richtigen Spurensuchern ausbilden. Denn nicht nur Fußabdrücke, die sogenannte Trittsiegel, sind Spuren der Tiere. Man kann sie auch anhand ihrer Nester und Schlafplätze erkennen. Außerdem verlieren sie auch Federn oder Fell, Kot oder Urin können Nachweise auf sie sein. Ein weiterer Hinweis auf Tiere sind ihre Fraßspuren, dazu gehören Nussschalen oder auch angeknabberte Bäume.

Nicht alle Tiere sind im Winter unterwegs. Manche Tiere halten Winterschlaf, wie zum Beispiel die Haselmaus – von ihr kann man aber vielleicht einen Schlafplatz finden. Das Eichhörnchen ist eines der Tiere das Winterruhe hält, es schläft die meiste Zeit und wird nur zum Fressen wach. Unser Freund der Rotmilan sowie auch ein Storch können wir im Winter nicht finden, denn sie machen Winterflucht, das bedeutet sie fliegen in den Süden über die Wintermonate. Bienen, einige Käfer und Schnecken halten im Winter eine Winterstarre. Am meisten können wir zu dieser Jahreszeit Tiere sehen oder ihre Spuren entdecken von Tieren die winteraktiv sind, das heißt sie bekommen ein warmes Winterfell und fressen sich Speck an, dass sie im Winter nicht frieren. Hierzu hatte Simone uns auch ein Winter- und ein Sommerfell von einem Reh mitgebracht. Dabei ist uns aufgefallen, dass sich die Farbe etwas verändert für die bessere Tarnung in ihrer Umgebung.

Anschließend waren wir bestens gewappnet, um auf Spurensuche zu gehen. An unserem ersten Tag haben wir sehr viele Spuren gefunden über Nester, Trittspuren, Kot und Urin bis hin zu Fraßspuren von verschiedenen Tieren. Sogar einen Knochen und ein Horn konnten wir auf einem Acker entdecken. Zum Abschluss konnten wir noch einem Reh helfen. Dieses war in einem Zaun eingesperrt und konnte sich nicht allein befreien. Durch einen Anruf beim zuständigen Jagdpächter, konnten wir ihm schließlich in die Freiheit helfen. An unserem zweiten Ausflugstag machte uns leider ein Schneesturm die Suche etwas schwerer. Aber trotzdem waren wir gute Sucher und konnten einige Spuren finden.

Am Ende haben wir viel dazu gelernt und können in Zukunft, wenn wir unterwegs sind, überall Spuren von Tieren entdecken.